PLN008 Silicon Valley Urbanism

 

Wie sehen eigentlich die Hauptquartiere von Facebook oder Google aus? Das hat sich Felix Hartenstein gefragt, ist nach Californien geflogen und hat es sich einfach mal von nahem angeschaut. Wir sprechen mit ihm darüber, was er dort gesehen hat und welchen Eindruck er von der in den Medien so hip und zukunftsweisend wirkenden glitzer-Digitalwelt gewonnen hat. Außerdem gibt er uns seine Einschätzung dazu, welche Auswirkungen die Digitalwirtschaft auf unsere heutigen Städte hat, warum in Berlin gegen einen relativ kleinen Standort von Google in Kreuzberg protestiert wird, nicht aber gegen eine große Neuansiedlung von Siemens in der Spandauer Siemenstadt und warum die Digitalwirtschaft die Städte braucht.

Gast

  • Felix Hartenstein, Mitbegründer von inwista – Institut für Wirtschaft und Stadt

Shownotes

Bay Area Rapid Transit, Apple Park, Obdachlosensteuer in San Francisco, Google kauft Chelsea Market in New York, Sidewalk Labs, Siemens-Campus in Berlin, Richard Florida, Kein Google Campus in Berlin Kreuzberg, Siemens will in die Siemenstadt investieren

Mehr zum Thema

Tech-Firmen machen Stadt – Was heißt das für Berlin?

Bauwelt 26.2017: Silicon Valley Urbanism

PLN007 Berliner Leitlinien für Bürgerbeteiligung

 

Wie findet man heraus, welche Stadtentwicklungsprojekte die Stadt oder der Bezirk in denen man lebt demnächst planen? Wie kann man sich über diese informieren und eventuell sogar einbringen? Wenn man keinen Brief per Post mit der Aufforderung zur Beteiligung erhält, zufällig auf ein Plakat oder eine Lokalzeitschrift mit einem Veranstaltungshinweis stößt oder aus Spaß an der Freude regelmäßig das Amtsblatt liest, kriegt man das sehr wahrscheinlich gar nicht mit. Immer wieder sind daher Bürger*innen überrascht, wenn ihnen gefühlt plötzlich etwas vor die Nase gebaut wird. Um diesem in Zukunft vorzubeugen will Berlin sich “Leitlinien für Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der räumlichen Stadtentwicklung” geben. Von Seiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen sind mit der Erarbeitung der Leitlinien Pia Schwarz und Lukas Born beauftragt und erklären uns:

  • Was in diesen Leitlinien geregelt werden soll,
  • Wie und mit wem diese Leitlinien erarbeitet werden und
  • Wie man sich in Zukunft informieren und beteiligen können soll.

Nächste Beteiligungsmöglichkeit

Am 25. Februar 2019 um 18.00 Uhrfindet die Werkstatt 3 statt. “Hier werden alle Berlinerinnen und Berliner die Möglichkeit haben, über den vom Arbeitsgremium entwickelten Entwurf für die Instrumente der Leitlinien zu diskutieren und ihre Gedanken und Empfehlungen einzubringen.”

Ort: Veranstaltungssaal Von Greifswald in der Lilli-Henoch-Straße 10, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg

Weitere Informationen unter: https://leitlinien-beteiligung.berlin.de/werkstatt-3/
Anmeldung unter: https://www.german-conferences.de/stadtmachen/de/1112

Shownotes

PLN006 Messe Leipzig

Die Entwicklung der Stadt Leipzig ist untrennbar mit ihrer Messe verknüpft. Wir sprechen mit Achim Lohse vom Amt für Wirtschaftsförderung, Abteilung Medien, Messe, Logistik über die Leipziger Stadt- und Messegeschichte.

Wir blicken zurück auf die 850 jährige Gesichte der Messe in Leipzig und sprechen über das königliche Messeprivileg, die Messe im Wandel von Jahrmarkt, Warenmesse über Mustermesse bis zur heutigen Situation und der Bedeutung für die Stadt Leipzig, deren Stadtstruktur durch die Messe im Laufe der Jahrunderte immer wieder beeinflusst wurde.

Shownotes

Das Neue Rathaus, Chaos Communication Congress, Die Leipziger Messe, Barthels Hof, Universität Leipzig, Technische bzw. alte Messe Leipzig, Flughafen Halle-Leipzig.

Mehr zum Thema

Märkte, Muster, Menschen – 850 Jahre Leipziger Messe, Leipziger Messe (Hrsg.) (2015), Leipziger Medien Service GmbH, Leipzig, ISBN 978-3-942360-13-5.

Doku: Europas Marktplatz – Die Geschichte der Leipziger Messe

Hinweis: Ein Exemplar des Buches Märkte Muster, Menschen – 850 Jahre Leipziger Messe, wurde uns freundlicherweise von der Leipziger Messe kostenfrei für unsere Recherche zur Verfügung gestellt.

PLN005 Freiraumgalerie

Von wegen Graffiti ist nur Schmiererei… 
Bei unserem kleinen Ausflug nach Halle (Saale) haben wir mit Philipp Kienast von der Freiraumgalerie gesprochen und gelernt, dass mit ein bisschen Farbe nicht nur einfach ein Bild entsteht, sondern sogar Stadtentwicklung betrieben werden kann.

Halle ist zwar die größte Stadt in Sachsen-Anhalt, hat Hochschulen und zieht damit viele junge Leute an, dennoch kämpfte die Stadt seit der Wiedervereinigung mit stetigem Einwohnerverlust und einem steigenden Leerstand.

Die Freiraumgaleristen haben mit Pinsel und Pigment in Halles Osten  Freiimfelde – dem Viertel mit dem größten Leerstand in der Stadt – neues Leben eingehaucht und mit Wandkunst einer urbane Kultur neue Impulse gegeben. Anwohner*innen interessieren sich wieder für ihr Viertel und engagieren sich so selbst für ein lebendiges Stadtteil, in dem sie gerne leben wollen.

Shownotes

Halle Freiimfelde, Halle-Neustadt, Montag Stifung Urbane Räume, Urbane Nachbarschaft Freiimfelde, Kritik an Wandbild am Wolff-Gymnasium

Mehr zum Thema:

PLN004 Berliner U-Bahnhöfe

In dieser Episode geht es um Berliner U-Bahnhöfe. Vor allem um die Bahnhöfe der Nachkriegsmoderne des Architekten Rainer G. Rümmler. Sie sind von den 60ern bis in die 90er Jahre entstanden und nach teilweise über 40 Jahren Nutzung mittlerweile etwas renovierungsbedürftig. Welche architektonischen und gestalterischen Qualitäten haben diese Bahnhöfe dennoch? Wie sind sie in die Geschichte des Berliner U-Bahnnetzes einzuordnen und welche Rolle spielt der Denkmalschutz? Darüber sprechen wir mit:

Sie haben die Initiative Kerberos gegründet und setzen sich seit 2016 für den Erhalt der Berliner U-Bahnhöfe der Nachkriegszeit ein.

Shownotes:

Alfred GrenanderBruno Grimmek, Werner Düttmann, Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte, Bierpinsel, ICC, Ludwig Leo, Wasserumlauftank, Rainer G. Rümmler, Spolien, Luch, Kerberos Statue von Waldemar Grzimek, U7-Bahnhöfe in der Berliner Denkmaldatenbank.