PLN018 Vergesellschaftung privater Wohnungsbestände

Immer wieder liest man in der Zeitung von dubiosen Geschäftspraktiken einiger Immobilieneigentümer, wie z.B. große Mieterhöhungen, dauerhaft unbehobene Mängel in Wohnung und Haus oder unklare Perspektiven für die Dauer des Mietvertrages. Häufig geraten dabei genau die Wohnungsunternehmen in die Schlagzeilen, welche die größten Wohnungbestände in Berlin besitzen. Die Stadt nutzt bereits alle verfügbaren Instrumente, um dem entgegenzusteuern, doch gerade in Ballungsräumen wie Berlin zeigt dies nur eingeschränkt Wirkung. Damit in Zukunft weniger Berliner Mieter*innen Angst vor den Briefen ihrer Hausverwaltung haben müssen, möchte die Initiative „Deutsche Wohnen und Co enteignen“ ein neues Instrument anwenden: Die Vergesellschaftung nach Artikel 15 GG. Alle Wohnungsunternehmen mit über 3.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten sollen enteignet und die Immobilien in eine neu zu gründende Anstalt öffentlichen Rechts überführt werden. Dies würde ca. 240.000 Wohnungen (ca. 12 % der Berliner Mietwohnungen) betreffen und die Stadt Berlin zu Europas größter Vermieterin machen.

Wir haben mit Isabella Rogner von der Initiative „Deutsche Wohnen und Co enteignen“ darüber gesprochen, wie das gehen soll.

Shownotes

Vergesellschaftung, Artikel 15 Grundgesetz, Deutsche Wohnen und Co enteignen, Weiterdenken statt Enteignen, Faire-Mieten-Modell, Städtische Wohnungsgesellschaften, BBU, DWE Vergesellschaftungsgesetz Stand 2021

Gast

Weiterführende Literatur und Quellen:

Die Initiative Deutsche Wohnen und Co enteignen, ihre Forderungen und Ziele:

Zum Verfahren des Volksentscheids:

Zum Verfahren und Kosten der Vergesellschaftung:

Zur rechtlichen Zulässigkeit der Vergesellschaftung:

Zum neuen Wohnungsunternehmen/ Anstalt öffentlichen Rechts:

Mitmachen bei Deutsche Wohnen und Co enteignen:

PLN009 Corporate Urban Responsibility

 

Corporate Urban Responsibility steht für die Verantwortung und das Engagement von Firmen an ihrem Standort. Mit unserem Gast Hans-Hermann Albers sprechen wir über Historie und Gegenwart der Corporate Urban Responsibility und fragen welche Verantwortung ein Unternehmen für eine Stadt oder Region hat? Kann diese Verantwortung von der Stadt eingefordert werden? Mit welchen Maßnahmen können Firmen sich in der Stadtentwicklung engagieren, wo aber sind die Grenzen dieses Engagements?

Gast

Hans-Hermann Albers, Mitbegründer von inwista – Institut für Wirtschaft und Stadt

Shownotes

Die Fuggerei in Augsburg, Margarethenhöhe, Fordlândia, Masterplan „Futuring Duderstadt“, Alfred Herrhausen Gesellschaft, Urban Age, Engagierte Stadt, Wheelpmap, Mundraub, Google Impact Challenge, Airbnb Katastrophenhife, Airbnb Posterkampagne in San Francisco, Sidewalk Labs, Intersection, Digitalstadt Darmstadt, Volkswagenstiftung,

Mehr zum Thema

Albers (2011): Corporate Urban Responsibility

Albers/ Hartenstein (2017): CSR und Stadtentwicklung

Albers (2018): Unternehmensengagement als Standortfaktor (in: IzR 06/2018)

PLN001 Commons in der Stadt



Wohnen als Urban Commons – In der ersten Folge von Planologie diskutieren wir mit unserem Interviewgast Tobias Bernet vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, welche alternativen Modelle des selbstverwalteten Wohnens (z.B. in der Form des genossenschatlichen Wohnungsbaus) im Hinblick auf die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum bestehen.

Shownotes:
vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung, difu, Max-Planck Institut für Bildungsforschung, Moral Economy, Verteilung der Haushalte nach Miete und Eigentum, KommodifizierungDekommodifizierung, Neue Heimat, DGBMietshäusersyndikat.

Zu News rund um Commons (und Ostroms 8 Prinzipien)
Walljasper, Jay (2011): Elinor Ostrom’s 8 Principles for Managing A Commons (http://www.onthecommons.org/, zuletzt geprüft: 31.01.2016).

Zu Urban Commons
Dellenbaugh, Mary/ Kip, Markus/ Bieniok, Majken/ Müller, Agnes Katharina/ Schwegmann, Martin (Hrsg.) (2015): Urban commons: moving beyond state and market; Bauverlag: Gütersloh, Berlin.

Zu Grundlagen der Mikro- und Makroökonomie
Mankiw, Gregory N., Taylor, Mark P (2014): Economics. Cengage Learning EMEA: Hampshire.

Beitrag von Tobias
Balmer, Ivo/ Bernet, Tobias (2015): Housing as a Common Resource? Decommodification and Self-Organization in Housing – Examples from Germany and Switzerland. In: Mary Dellenbaugh, Markus Kip, Majken Bieniok, Agnes Katharina Müller, Martin Schwegmann (Hrsg.): Urban Commons: Moving Beyond State and Market. (= Bauwelt Fundamente 154) Basel: Birkhäuser, 178-195.

Diese Episode entstand im Rahmen einer Hausarbeit des Seminars Regionalökonomie, Gewerbeplanung, Finanzplanung bei Prof. Dr. Dietrich Henckel, Fachgebiet Stadt- und Regionalökonomie, ISR, TU Berlin.